Zusammen für einen starken Kreislauf von Verpackungen

„Gemeinsam recyclen, gemeinsam Werte schaffen“ lautet das Leitmotiv des Forum Rezyklat. Denn den Schutz von Klima und Ressourcen mit einem langfristigen Geschäftserfolg zu verbinden: Eine solche Kreislaufwirtschaft gelingt nur, wenn alle Beteiligten der Wertschöpfungskette an einem Strang ziehen. Im Forum Rezyklat kommen Stakeholder aus allen Bereichen der Kreislaufwirtschaft zusammen. Gemeinsam schaffen sie Schnittstellen, um praxis- wie verbrauchernahe Lösungen für recyclebare Verpackungen zu entwickeln. Sie engagieren sich zudem für einen vermehrten Einsatz von Rezyklaten in Verpackungen. Dabei beziehen sie moderne Recycling-Technologien ein.

Kreislaufwirtschaft: Rohstoff Rezyklat als Lösung

Mehr Nachhaltigkeit, weniger Kunststoffabfälle, effizienteres Recycling – angetrieben von der eigenen Verantwortung, den Wünschen von Verbraucher:innen und der Gesetzgebung engagieren sich Unternehmen mehr und mehr beim Thema Kreislaufwirtschaft. Das zahlt unter anderem auf das verstärkt umweltbewusste Einkaufsverhalten und gesetzliche Auflagen, zum Beispiel das Verpackungsgesetz, ein. So sollen zum Beispiel ab 2025 Plastikflaschen bis zu einer Größe von drei Litern mindestens zu einem Viertel aus Rezyklat bestehen und bis 2030 soll der Anteil auf 30 Prozent steigen. Auch auf europäischer Ebene kommt mit dem „Circular Economy Action Plan“ der EU-Kommission Bewegung in das Thema Recycling. Eine wichtige Grundlage dafür ist: ausreichend vorhandenes Rezyklat als Rohstoff für Verpackungen. Hier setzt das Engagement des Bündnis Forum Rezyklat an, denn aktuell gibt es nicht genügend Rezyklatmaterial.

Pfeil aus Kunststoffpellets über Flaschen symbolisiert Wiederverwertung von Kunststoff-Verpackungen

Forum Rezyklat: Kooperativ Recycling fördern

Unternehmen und Institutionen aus Handel, Marken- und Verpackungsindustrie sowie Entsorger und Vertreter:innen der Politik entwickeln auf dieser Plattform gemeinsame Strategien und Maßnahmen für eine sortenreine Trennung von Wertstoffen. Sie wollen so die Recyclingquote sowie den Recyclinganteil in Verpackungen erhöhen. Zudem sollen Verpackungen optimiert und schon bei ihrer Produktion recyclingfähig werden, um als Ressource dem Kreislauf erhalten zu bleiben. Die teilnehmenden Unternehmen erarbeiten hierzu die Strategien und Maßnahmen in Fachpaketen, die sich mit folgenden Themen befassen:

Ziel dieses Fachpakets ist es, das Stammdatenmanagement zu erleichtern. Dazu wird national als auch international eine einheitliche, automatisiert verarbeitbare Datengrundlage für nachhaltigkeitsrelevante Verpackungsinformationen geschaffen. Hierbei stehen inhaltliche Definitionen und Beschreibungen, die Schaffung der technischen Möglichkeiten sowie die Verbreitung der Informationen zu den Stammdaten-Attribute im Fokus.

Ziel der mitwirkenden Unternehmen ist es, Lösungen aufzuzeigen, wie mehr hochwertige Rezyklate (unterschiedlicher Qualitätsstufen) aus der haushaltsnahen Sammlung in Verpackungen zum Einsatz kommen und die Kosten für Rezyklate sinken können.

Partnerübergreifende Kommunikation soll das Bewusstsein der Endverbraucher für Kreislaufwirtschaft und Recycling fördern. Dazu entstehen Kommunikationskampagnen, die Kund:innen informieren, motivieren und involvieren. 2019 lag hier der Fokus auf dem Thema Mülltrennung. 2021 ging es um Recycling. Auch für 2022 ist wieder eine Kommunikationskampagne geplant.

Ziel ist es, gemeinsam Strategien zur Reduzierung von Verpackungen zu entwickeln und entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Dazu erfolgt die IST-Aufnahme vorhandener Marktlösungen sowie die Identifikation von innovativen und realisierbaren Ansätzen, um Verpackungen dort, wo sie nicht vermieden werden können, zumindest zu reduzieren.

Ziel des aus dem Forum Rezyklat entstandenen Konsortiums CosPaTox, ist es, einen neuen Materialstandard für Verpackungen aus Rezyklat für Wasch-, Putz-, Reinigungs- und Kosmetikartikel zu definieren.

Das Forum Rezyklat konnte in den letzten Jahren viele Prozesse anstoßen und Fortschritte erzielen, wie beispielsweise die Kennzeichnung von Produkten mit hohem Recycling-Anteil. Ein weiterer Erfolg ist die Abbildung der Recycling-Anteile von Verpackungsmaterialien im GDSN (Global Data Synchronisation Network), dem weltweiten Verbund zertifizierter Stammdatenpools. Hierüber lassen sich nun nachhaltigkeitsrelevante Informationen in den Liefernetzwerken transparent kommunizieren; ein wichtiger Meilenstein in der internationalen Warenwelt, um regulatorischen Anforderungen proaktiv entgegenzustehen. Die strategische Weiterentwicklung des Forum Rezyklat und die Bearbeitung neuer Themen im Rahmen weiterer Projekte stehen im Fokus der teilnehmenden Unternehmen.

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Portrait Sebastian Bayer Portait Frau Uschkoreit Portrait Michael Naujock Portait Axel Bachmann Portrait Uwe Wamser

„Als Gründungsmitglied setzen wir uns im Forum Rezyklat dafür ein, gemeinsam die besten Lösungen für eine effiziente Kreislaufwirtschaft zu entwickeln. Die Co-opetition ist ein zusätzlicher Ansporn für jeden Teilnehmer des Forums. Ein nachhaltiger Einsatz von Verpackungen ist eine gesellschaftliche Verantwortung und die können wir nur gemeinsam im Schulterschluss mit Herstellern und Handel erreichen.“

Paul Vetter, Geschäftsführer, Deutschland und Schweiz, Henkel Laundry & Home Care

„Wir bei dm möchten zu einer zukunftsfähigen Welt beitragen. So haben wir uns dazu entschieden, das Forum Rezyklat zu initiieren, um eine funktionierende Kreislaufwirtschaft zu fördern und Ressourcen zu schonen. Diese Transformationsaufgabe wird gelingen, wenn möglichst viele Partner in der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten. Diese individuelle Expertise versetzt uns in die Lage, die größtmögliche Wirkung zu erzielen.“ 

Sebastian Bayer, Geschäftsführer, dm-drogerie markt GmbH + Co.KG

„Das Forum Rezyklat ist eine einzigartige Plattform für den Austausch von Knowhow und zu innovativen Technologien für nachhaltigen Verpackungseinsatz. Im Dialog werden von Mitgliedern für alle Marktakteure realisierbare Lösungen geschaffen. Das Forum Rezyklat ist damit ein immanent wichtiger Baustein zur Kreislaufwirtschaft. Denn nur, wenn wir alle an einem Strang ziehen, kann Recycling funktionieren.“

Diana Uschkoreit, Geschäftsführerin BellandVision GmbH

„Unter Wahrung der Schutz- und Transportfunktion liegt die Reduzierung von Verpackungen im ureigensten Interesse des Einzelhandels. Eine effiziente Kreislaufwirtschaft reduziert schädliche Einträge in unsere Umwelt und schont Ressourcen, und ein wesentlicher Beitrag ist der vermehrte Einsatz von Kunststoffrezyklaten. Jedoch sind die Hindernisse derart vielschichtig, dass sie sich nur durch gemeinsame Anstrengungen der Stakeholder überwinden lassen.“

Michael Naujock, Geschäftsleitung Einkauf, Dirk Rossmann GmbH 

„Das Forum Rezyklat ist gerade deshalb eine bemerkenswerte Initiative, weil es nicht nur die Vorteile der Kreislaufwirtschaft bei Verpackungen vermittelt, sondern weil im Forum mit seiner breiten Mitgliederstruktur auch ein Austausch zu Erfahrungen, Innovationen und Möglichkeiten in diesem Themenfeld stattfindet. Von den Resultaten werden Handel und Industrie, am Ende aber auch die Verbraucher profitieren.“ 

Axel Bachmann, Geschäftsleiter Nachhaltigkeit, Coca-Cola Europacific Partners Deutschland GmbH, Berlin

„Unser Beitrag: mehr Wertstoffe im Kreislauf halten und forcieren, dass mehr Recyclingmaterial für Verpackungen genutzt wird. Im Forum Rezyklat erreichen wir das gemeinsam leichter. Wir wollen das Bewusstsein unserer Kunden für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft stärken, das Recycling von Kunststoffen vorantreiben und mehr Recyclingkunststoffe in Verpackungen und Produkten einsetzen.“

Uwe Wamser, Geschäftsführer Infrastruktur, Globus SB-Warenhaus Holding GmbH & Co. KG

Gemeinsam Werte schaffen

Den Schutz von Klima und Ressourcen mit einem langfristigen Geschäftserfolg verbinden: Eine solche Kreislaufwirtschaft gelingt nur, wenn alle Beteiligten der Wertschöpfungskette an einem Strang ziehen. Das Bündnis des Forum Rezyklat steht genau dafür: Gemeinsam den Einsatz von Recyclingrohstoffen vorantreiben und insgesamt ein Umdenken in Richtung Kreislaufwirtschaft zu fördern. Denn zusammen schafft man mehr, als allein. Mitwirkende erhalten so konkrete, wertvolle Impulse und Ideen, welche Beiträge sie zur Wiederverwendung von Wertstoffen für Verpackungen leisten können. So finden sie zum Beispiel Hebel, um in der Produktentwicklung aber auch bei der Überarbeitung bestehender Produkte recycelbare Verpackungen herzustellen, die ihrerseits wiederum rezyklierte Wertstoffe enthalten.

Sie möchten ebenfalls das Recycling von Kunststoffen vorantreiben und vom Austausch des Bündnisses profitieren? 

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